Großartige Stimmung beim Gottesdienst auf dem Zelt
Wenn die Menschen bei den Kirchenliedern mitklatschen, wenn im Gottesdienst fröhlich gestampft, gelacht und getrampelt wird, dann ist entweder ein Gottesdienst mit der Grundschule oder Gottesdienst zum Schützenfest auf dem Festzelt.
Um die 300 Personen saßen in Adenstedt im Festzelt, als der Gottesdienst mit einem musikalischen Vorspiel auf dem Akkordeon begann. Die Lieder wurden von Axel Steiner gespielt und begleitet.
Pastorin Ronja Steiner hatte sich für diesen Gottesdienst einige ganz besondere Dinge ausgedacht und vorbereitet.
Mehr als 300 kleine Holzscheiben wurden von ihr jeweils mit den Symbolen Herz, Stern und Krone gestempelt und mit einem Faden zum Umhängen versehen.
Was diese Symbole bedeuten, erklärte Sie in ihrer Predigt: „Das Herz – steht für mich für die Menschen, die in unserem Leben einen `Herzensplatz` haben.“
Zur Krone berichtete Sie, dass jeder Mensch so etwas wie eine unsichtbare Krone trägt. Alle Menschen besitzen Würde und haben einen Wert, was nicht an einen Königstitel gebunden ist.
„Der Stern steht für das Besondere, für die Momente, die herausragen.
Für die Erinnerungen und gemeinsamen Geschichten, die leuchten wie kleine Sterne“, führte die Theologin weiter aus.
Zudem versprach die Pastorin jeder Person, die nicht drei dieser verschiedenen Symbole auf der Scheibe hätte, einen auszugeben – woraufhin einige heimlich und fieberhaft versuchten, die Stempel abzukratzen, aber die Farbe hielt besser als gedacht.
Zumindest für die Dauer des Gottesdienstes gab es ganz viele „Scheibengewinner“ und viele der Besucherinnen und Besucher haben diese auch im weiteren Verlauf des Tages getragen.
Weiterhin hatte Ronja Steiner eigens zwei Lieder für den Zeltgottesdienst gedichtet. Aus „If you’re happy and you know it…“ wurde „Wenn du Grieche/Griechin bist, dann hüpfe auf und ab“.
Das klappte auch recht gut, wenngleich bei manchen Gästen einige Koordinationsschwierigkeiten sichtbar wurden, was aber sicherlich auf die Hitze zurückzuführen war.
Der Gottesdienst war ein gelungener Auftakt zum sich anschließenden Königsfrühstück.
Viele der eingeladenen Ehrengäste hoben in ihren Grußworten den Gottesdienst lobend hervor. Berend Heinemann, der Ortsbürgermeister von Solschen, sagte sogar, dass er noch nie einen besseren Zeltgottesdienst erlebt hätte.
Text und Foto: Axel Steiner
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