Informationsveranstaltung zum geplanten „Rechenzentrum Mehrum“
Ein voller Erfolg war die gestrige Informationsveranstaltung zum geplanten „Rechenzentrum Mehrum“. Das Dorfgemeinschaftshaus war bis auf den allerletzten Platz gefüllt – der Andrang war so enorm, dass die vorhandenen Stühle nicht einmal ausreichten.
Als Ortsbürgermeister freue ich mich sehr über diese starke Resonanz, denn das große Interesse zeigt eindrucksvoll, wie wichtig den Mehrumerinnen und Mehrumern die Entwicklung unseres Ortes ist.
Besonders erfreulich war zudem die große Aufmerksamkeit aus der Politik. So konnte ich neben den Rednern auf dem Podium – dem Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil, Dr. Florian Zickfeld von Telis Energie und Gemeindebürgermeister Uwe Semper – auch die Landratskandidatin Julia Semper sowie weitere Bürgermeisterkandidaten begrüßen. Darüber hinaus zeigte auch der Landtagsabgeordnete Julius Schneider mit seiner Anwesenheit großes Interesse an unserer Informationsveranstaltung.

Durch ihre weitreichende Fachexpertise konnten die Referenten sehr gute und nachvollziehbare Argumente für die Ansiedlung des Rechenzentrums darlegen und die offenen Fragen aus dem Publikum umfassend und kompetent beantworten.
Dabei konnten wir detailliert auf die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger eingehen, insbesondere zu den wichtigen Themen Stromverbrauch, Kühlung, Nutzung der Abwärme, mögliche Umweltbelastungen, Brandgefahr und die zu erwartende Verkehrsbelastung.
Mir war es in diesem Rahmen zudem wichtig, meine Position zu den strategischen Aspekten deutlich zu machen: Eine eigene, leistungsfähige digitale Infrastruktur ist für Deutschland und ganz Europa von entscheidender Bedeutung, damit wir nicht noch weiter von den USA und China abgehängt werden und in eine noch größere Abhängigkeit geraten.
Eigene Künstliche Intelligenz (KI) und entsprechende Rechenstrukturen können uns nämlich ganz konkret bei der Energieeffizienz helfen.
Intelligente Stromnetze lassen sich dadurch besser steuern und Energieverschwendung wird vermieden – was gerade beim Einsatz erneuerbarer Energien enorm wichtig ist. Dass wir in Deutschland mehr Rechenzentren brauchen, bestreitet grundsätzlich niemand, genauso wenig wie die Tatsache, dass wir mit dem Bau am besten schon gestern hätten anfangen sollen.
Besonderes Augenmerk lag an diesem Abend auch auf den konkreten Forderungen unseres Ortsrates, die wir als Planungsgrundlage in die 52.
Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan „Rechenzentrum“ eingebracht haben. Wir haben hier als Ortsrat ein ordentliches Paket an Forderungen geschnürt:
- Wärme und Verkehr: Dies sind unsere Kernforderungen. Wir pochen auf eine sinnvolle Abwärmenutzung, die Umsetzung der Ortsumgehung B65 sowie den konsequenten Schutz unserer Triftstraße.
- Radwege und Synergien: Wir fordern einen lückenlosen Radwegausbau L413 für den Abschnitt zwischen Gut Adolfshof und Equord.
- Ökologie: Als Ausgleichsmaßnahme stellen wir uns die Renaturierung und neue Anpflanzungen an der Burgdorfer Aue vor.
- Infrastruktur: Die neue Zufahrtsstraße soll vom Vorhabenträger bezahlt werden. Wir streben darüber hinaus aber noch weitere Beteiligungen an, beispielsweise an unserem Feuerwehrgerätehaus und den örtlichen Sportstätten.
Zu diesem umfangreichen Forderungspaket konnte Gemeindebürgermeister Uwe Semper sehr positiv berichten: Vieles davon wurde bereits angestoßen oder befindet sich sogar schon in der Umsetzung. Ein starkes Signal ist zudem, dass der Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil fest im Thema ist und uns bei diesen Vorhaben maßgeblich unterstützen möchte.
Der offene Dialog und die transparente Information stehen für mich weiterhin an erster Stelle. Wir haben aus der Fragerunde viele wichtige Punkte und Anregungen mitgenommen.
Aufgrund dieses enormen Interesses werden wir das Format des direkten Austauschs beibehalten: Sobald es weitere Entwicklungen gibt, der Bedarf besteht und die Möglichkeit gegeben ist, wird es selbstverständlich Folgeveranstaltungen für die Bürgerschaft geben.
Bianca Niemeyer
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