Dorfarchiv veröffentlicht Artikelserie zum 875. Jubiläum in Zusammenarbeit mit dem Gleitz Verlag
15.04.26 | Das Jahr 2026 ist für Söhlde ein Jahr des Feierns: Neben Jubiläen mehrerer Vereine würdigt das Dorf seine urkundliche Ersterwähnung vor 875 Jahren.
Bereits seit Monaten engagieren sich hinter den Kulissen viele Menschen ehrenamtlich, um das Jubiläumsjahr vorzubereiten – so auch das Team des Söhlder Dorfarchivs.
Einblicke in zehn Jahrhunderte Söhlder Geschichte sind es, die es seit Oktober mit einer zehnmonatigen Artikelserie im Kehrwieder bietet. Ergänzend sind im Schaukasten vor der Alten Gemeinde wechselnde Plakate zu sehen, die Karen Winzer passend zu den thematischen Schwerpunkten gestaltet hat.
Zwar verfügt Söhlde über zwei Ortschroniken und es existieren diverse Aufsätze zur Ortsgeschichte, doch warten noch immer unzählige Geheimnisse in den Archiven auf ihre Entdeckung. Hieran anknüpfend verfolgt die Artikelserie den Anspruch, bekanntes Wissen mit neuen Erkenntnissen zu kombinieren – und dabei Themen aufzugreifen, die Söhlde noch heute prägen. Warum sprechen wir so, wie wir sprechen? Wie kommt es, dass in Söhlde eine ev.-luth. Kirche beheimatet ist, nicht jedoch ein katholisches Gotteshaus? Und welche Bedeutung kommt Söhlder Straßen- und Familiennamen zu? Diese und weitere Fragen finden bis zum letzten Serienteil im August eine Beantwortung.
Zugleich hat es sich die Artikelserie zum Ziel gesetzt, verschiedene Originalquellen aus zehn Jahrhunderten vorzustellen – Akten, Urkunden, Amtsbücher, Fotos und Karten, in denen sich Söhlder Geschichte überliefert hat. Vorangegangen sind umfassende Recherchen von Marcel Giffey, die weit über Söhlde hinausreichen – mehr als zehn Archive und Einrichtungen wurden in die Forschungen einbezogen.
Um die Idee einer Artikelserie realisieren zu können, konnte das Team des Dorfarchivs schnell die Unterstützung weiterer Partner gewinnen. Großer Dank gilt dabei neben den Archiven und Einrichtungen nicht nur dem Söhlder Ortsrat für die Bereitstellung der nötigen Finanzmittel, sondern insbesondere dem Gleitz Verlag für die vertrauensvolle und wertschätzende Zusammenarbeit sowie die professionelle Gestaltung der Artikelserie durch Daria-Sue Grabarek.
Wer sich für eine Mitarbeit im Dorfarchiv interessiert, ist dazu jederzeit herzlich eingeladen. Zugleich wirbt das fünfköpfige Team um Bettina Förster-Wippermann, Ute Gerken, Marcel Giffey, Klaus-Dieter Spill und Karen Winzer um weitere Unterstützung aus der Bevölkerung. Anders als hauptamtliche Verwaltungsarchive sind die Ehrenamtlichen darauf angewiesen, dass Bürgerinnern und Bürger eigene Unterlagen an das Dorfarchiv übergeben. Nur so kann kommenden Generationen ein Erinnern der Söhlder Dorfgeschichte aus verschiedenen Perspektiven ermöglicht werden – schließlich sind viele Unterlagen einmalig und das in ihnen enthaltene Wissen fehlt häufig selbst in den Weiten von Bibliotheken sowie des Internets.
Das Team des Dorfarchivs Söhlde
