Nach der Vorstellung trafen sich unsere Gewinner Ina Borowsky und Thomas Schrader aus Ottbergen mit „Rösslwirtin Josepha“ (Neele Kramer) und „Oberkellner Leopold“ (Gerald Michel) auf ein lockeres Pläuschchen. Natürlich wurde auch ein Erinnerungsfoto gemacht.  Foto: Giffey

Gewinner des Gleitz-Preisausschreibens trafen Oberkellner Leopold und die Rösslwirtin

05.10.19 | „Es muss was Wunderbares sein …“, schallt es in wehmütig-schwärmendem Gesang durch die österreichische Idylle. Vor der schroffen Eleganz hochragender Berggipfel, am Rande des tiefblauen Wolfgangsees, himmelt ein singender Oberkellner seine geliebte Chefin an.

Bestens gefüllt ist die Sonnenterrasse des Lokals, an urigen Wirtshaustischen verfolgen die Gäste das Werben des Sängers – allerdings fernab der Alpenrepublik, in der fast ausverkauften Hildesheimer Halle39. Denn dort gastierte nun unter der Regie von Erik Petersen das Theater für Niedersachsen (TfN) und verwandelte den Veranstaltungsraum eindrucksvoll in die Kulisse der Kult-Operette „Im Weißen Rössl“.

Mit dabei war auch Ina Borowsky aus Ottbergen samt ihrem Partner Thomas Schrader. Als Gewinnerin des Preisausschreibens spendierte ihr der Gleitz Verlag nicht allein zwei Freikarten für das Event, sondern ebenso ein exklusives Meet & Greet mit der legendären Rösslwirtin und ihrem Oberkellner Leopold. 

„Es war alles vom Feinsten, wir hatten beste Plätze in der ersten Reihe“, freute sich die Siegerin. Zugunsten der typischen Rössl-Atmosphäre, hatte sich das TfN für Sitzmöbel im Biergarten-Stil entschieden. Keine Frage, dass da auch die passende Verpflegung nicht fehlen durfte: Auf der Rössl-Karte fanden sich unter anderem deftige Klassiker wie Leberkäs-Semmeln und Oktoberfestbier. Überhaupt gelang es den Bühnenbildern, die Halle39 mit österreichischem Flair zu verzaubern – nicht zuletzt dank übergroßer Ansichtskarten der Alpenidylle an den Seitenwänden. „Die Atmosphäre passte sehr gut zum Stück“, so Ina Borowsky.

 

„Dezenz ist Schwäche“

„Das TfN hat aus der Not des Theaterumbaus eine Tugend gemacht, alles sollte hier so groß wie möglich werden“, verriet Neele Kramer, die in der Rolle der Rösslwirtin Josepha Vogelhuber überzeugte. „Es sollte ein Spektakel werden, das die Massen begeistert. Und da war das Weiße Rössl genau das Richtige“, ergänzte Gerald Michel alias Oberkellner Leopold Brandmeyer zum Singspiel, das Ralph Benatzky 1930 als Revue-Operette in drei Akten uraufführen ließ.

Mit einem Augenzwinkern verriet Neele Kramer lachend, dass auch ihre Maske dem Leitsatz „Dezenz ist Schwäche“ gefolgt war: „Allerdings sollte die Rösslwirtin ja auch von den hinteren Plätzen noch gut zu erkennen sein.“

 

„Gigantisch viele“ Beteiligte und regionale Gruppen

Durchaus humoristisch-turbulent ging es zwischen dem Personal und den Gästen des „Weißen Rössls“ zu: Oberkellner Leopold liebt Rösslwirtin Josepha, die allerdings mit dem Gast Dr. Siedler liebäugelt. Dr. Siedler jedoch wirbt bereits um die Fabrikantentochter Ottilie. Und dann gibt es da noch den schönen Sigismund Sülzheimer, der sich mit seinem lispelnden Klärchen vergnügt.

 

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Die Premiere wurde bereits am 20. September in Halle39 gefeiert. Hier eine Szene mit Nicolo Soller (Piccolo), Lisa Maria Hörl (Josepha) und Uwe Tobias Hieronimi (Wilhelm Giesecke).
Foto: T.Behind-Photographics

 

„Gigantisch viele Personen sind an den Aufführungen beteiligt“, zeigte sich Neele Kramer als Mimin der Rösslwirtin begeistert. Allein auf der Bühne wirkten etwa 160 Personen mit, insgesamt waren es nahezu 230 Beteiligte. Dazu gehörten nicht weniger als vier Chöre. „Reizvoll ist unsere Zusammensetzung als Mischensemble, Opernsänger arbeiten mit Künstlern der MusicalCompany zusammen“, erklärte Gerald Michel.

Verdienten Applaus erhielt Dirigent Achim Falkenhausen für seine brillante Leitung der TfN-Philharmonie und seine Solo-Einlagen an den Kuhglocken sowie dem Hackbrett. Doch auch regionale Gruppen trugen zum Erfolg des „Weißen Rössls“ bei, darunter das Blasorchester Nordstemmen. Ina Boroswky lobte diesen Einbezug und zeigte sich besonders von den Hildesheimer Artistinnen begeistert: „Total klasse, was ARS SALTANDI da gezeigt hat.“

 

„Mehr als gelohnt“

Wunderbar endete der Abend nicht nur für Oberkellner Leopold, der auf der Bühne das Herz seiner Rösslwirtin für sich gewann. Auch Ina Borowsky und Thomas Schrader zeigten sich rundum zufrieden. Ein ähnliches Fazit für die insgesamt zehn Aufführungen zog Katharina Kohtz, TfN-Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Events: „Unser Publikum hat das Weiße Rössl sehr gut angenommen, es hat sich mehr als gelohnt.“

 

 

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Das Singspiel "Im weißen Rössl" findet aufgrund des Umbaus des Theaters vom 20. September bis 19. Oktober in Halle 39 statt. Die Vorstellung am Samstag, den 5.10. wurde vom Gleitz Verlag präsentiert.

 

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