Freuen sich auf ihre gemeinsame Kooperation, die auch die Präsentation der Vorstellung der Kultoperette „Im weißen Rössl“ am Samstag, den 5. Oktober in Halle39 durch den Gleitz Verlag umfasst (von links): Geschäftsführer Karl-Heinz Gleitz, Katharina Kohtz (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Events), Benjamin R. Riebsamen (Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation des TfN) und Oliver Kroll (Eventverantwortlicher des Gleitz Verlages).

Theater für Niedersachsen und Gleitz Verlag schließen Medienpartnerschaft /
Theaterevent „Im Weißen Rössl“ vom 20.9. bis 19.10. in Halle39

09.09.19 | „Schon lange besteht eine enge Verbundenheit zwischen den Menschen in der Region und unserem Theater, nahezu die Hälfte unserer Zuschauer stammt aus dem Landkreis Hildesheim“, erzählt Jörg Gade. Als Intendant leitet er das TfN, seitdem es 2007 aus einem Zusammenschluss der Landesbühne Hannover mit dem Stadttheater Hildesheim hervorging.

„Es ist uns deshalb ein wichtiges Anliegen, auch die Menschen im Hildesheimer Umland zu erreichen“, unterstreicht Benjamin R. Riebsamen, Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation. In den Gemeindeblättern des Gleitz Verlags sieht er dafür eine hervorragende Möglichkeit – „denn sie berichten über die lokalen Themen, die die Menschen vor Ort interessieren.“

Mit großer Freude blickt auch Verleger Karl-Heinz Gleitz auf die neue Kooperation, schließlich sei das TfN nach seinen Worten ein hochkarätiger und mit seinem besonderen Ensemble einzigartiger Kulturträger für die gesamte Region. „Die lebendigen Infos aus dem Theater werden unsere Zeitungen ohne Zweifel bereichern und weiter aufwerten. Eine sinnvolle und längst überfällige Ergänzung zur ohnehin sehr starken lokalen Kulturberichterstattung der Vereine und Institutionen aus den Gemeinden.“

Theater für alle…

Zum grundlegenden Anspruch des TfN gehört es, Theatererlebnisse für alle Generationen zu schaffen – sowohl für langjährig-erfahrene Zuschauer, als auch für Laien. Dementsprechend bietet beispielsweise das Schauspiel Aufführungen von großer thematischer und ästhetischer Breite, die Oper versteht sich als Volksoper. Zusätzlich organisiert das TfN ansprechende Begleitprogramme: „Neben theaterpädagogischen Vorbereitungen für Schulen gehören dazu auch unsere Matineen, bei denen das künstlerische Leitungsteam und Mitwirkende über kommende Premieren plaudern“, so Benjamin R. Riebsamen.

Speziell für die Besucher aus dem Umland gibt es Theater-Vertrauensleute vor Ort. Egal, ob es um die Organisation des Theaterbesuchs oder eine Mitfahrgelegenheit geht – „die Vertrauensleute sind Ansprechpartner in allen Fragen rund um das TfN und übernehmen ehrenamtlich eine ganz tolle Aufgabe“, lobt Intendant Jörg Gade. Im Erscheinungsgebiet des Gleitz Verlags stehen Ihnen hierfür Olga Dreilich vom Kulturverein Hohenhameln sowie Heide Ahrens-Kretzschmar in Schellerten zur Verfügung.

… in Stadt und Land

Doch nicht nur in Hildesheim selbst, sondern ebenso in der Region bereichert das TfN die lokalen Kulturangebote. Einerseits tragen hierzu die Gastspielauftritte bei, die von den Kommunen gebucht werden können: „In der aktuellen Spielzeit tourt das TfN durch etwa 50 Orte“, so Jörg Gade. Gerade auch das Kinder- und Jugendtheater sei dabei gefragt, schließlich sei es mobiler und benötige keine großen Räumlichkeiten.

Andererseits präsentiert das TfN immer wieder auch besondere Veranstaltungen außerhalb Hildesheims, zuletzt etwa „Literatur in den Häusern unserer Region“ – ein voller Erfolg, wie Benjamin R. Riebsamen zurückblickt: „Private Gastgeber luden in ihre Haushalte ein, wo unsere Schauspielerinnen und Schauspieler aus literarischen Werken lasen.“ Das Besondere dabei: Die Gäste erfuhren erst nach dem Kartenkauf, wo sie die Lesung erleben würden.

Kulturelles Engagement in der Region, so unterstreicht Jörg Gade, sei nach wie vor geplant. „Wir wollen dazu beitragen, dass um die Metropolen keine Orte entstehen, in denen die Bewohner nur zum Schlafen leben.“ Dementsprechend sieht er in den örtlichen Kultur- und Theatervereinen auch keine Konkurrenz, sondern vielmehr Partner mit derselben Absicht: „Die Theatergruppen vor Ort sind ein wichtiger und nach wie vor zu wenig beachteter Teil der deutschen Theaterlandschaft.“

Umbau des Theaters

Bereits seit Pfingsten arbeiten Handwerker eifrig daran, das Hildesheimer Theater zu verjüngen. 110 Jahre steht das Bauwerk bereits an seinem heutigen Platz, die Wiedereinweihung nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgte am 10. September 1949. Aktuell sind der Abbruch und Stahlbau im Theatersaal bereits beendet. „Besser sitzen, besser hören, besser atmen“ werde anschließend im Großen Haus möglich sein. Dazu trägt neben breiteren und komfortableren Sitzen sowie Akustikbauten eine neue Klimatechnik bei, die erstmals auch eine Kühlungsfunktion bietet. Hinzu kommen beispielsweise eine Erweiterung der Damen-WCs sowie neue Sanitärräume im Backstagebereich.

Wiedereröffnung mit großer Wagner-Oper „Tristan und Isolde“

Doch auch der persönliche Wunsch Jörg Gades seit Beginn seiner Intendanz wird sich erfüllen: „Im alten Malsaal errichten wir eine neue, barrierefreie Studiobühne mit 150 Plätzen. Allerdings verschiebt sich die Eröffnung voraussichtlich auf die 2. Jahreshälfte 2020.“ Planmäßig hingegen geht es im Großen Haus voran: „Die gute Nachricht ist, dass wir das Theater aller Voraussicht nach am 16. November mit der großen Wagner-Oper Tristan und Isolde wiedereröffnen können.“

Was sich anschließt, sind weitere Höhepunkte im Programm des TfN: „Im Musiktheater präsentieren wir beispielsweise nach dem letzten Erfolg eine weitere, aufwendig-inszenierte Barockoper“, blickt Intendant Jörg Gade voraus. „Im Schauspiel freue ich mich besonders auf die weniger bekannte Produktion Pera Palas von Sinan Ünel sowie auf Anton Tschechows Der Kirschgarten.“ Und auch Freunde des böse-witzigen Humors kämen dank der Musical-Satire „The Producers“ von Mel Brooks auf ihre Kosten.

Großes Alpenspektakel als fetziges Original – „Im Weißen Rössl“

Bevor es allerdings soweit ist, gastiert das TfN mit einer aufwendig-inszenierten Zusammenarbeit aus Musical und Oper in der Halle39: Vom 20. September bis zum 19. Oktober verwandelt sich die bekannte Veranstaltungshalle am Hildesheimer Flugplatz in die faszinierende Österreich-Kulisse der Kult-Operette „Im Weißen Rössl“ von Ralph Benatzky. Bekannt dürfte das Stück vor allem in der verfilmten Fassung mit Peter Alexander sein. Doch im TfN kommt die erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte Originalfassung auf die Bühne – in überraschendem Gewand: „Es wird wilder, frecher, jazziger, als wir es aus dem 60er-Jahre-Film kennen“, betont Benjamin R. Riebsamen. Gerade auch deshalb sei das Stück für Jung und Alt äußerst attraktiv, wie Oliver Kroll als Eventverantwortlicher des Gleitz-Verlags bestätigt: „Nicht nur Operettenfreunde dürften auf ihre Kosten kommen. Wir freuen uns riesig, dass wir die Aufführung am 5. Oktober präsentieren dürfen und sind gespannt auf die nächsten Projekte mit dem TfN.“

 

Stuhlpaten gesucht

546 neue und komfortablere Sitze erhält das Große Haus des TfN während der Umbauarbeiten. „Allerdings sind wir bei der Finanzierung auf Drittmittel angewiesen“, erklärt Benjamin R. Riebsamen. Viele Bürgerinnen und Bürger sowie einige Unternehmen hätten bereits eine Patenschaft übernommen, darunter der Gleitz Verlag. „Doch leider gibt es noch immer genügend patenlose Sitze. Wir rufen deshalb nochmal dazu auf: Tragen auch Sie Ihren Teil dazu bei, dass unser Theater in Hildesheim noch schöner wird“, so der Marketingleiter. „Auf Ihrem Stuhl wird Ihr Name für jeden sichtbar zu lesen sein und Sie werden im Rahmen eines exklusiven Empfangs die Ersten sein, die die neue Bestuhlung zu sehen bekommen“, ergänzt Jörg Gade. Übrigens: Sollten bis zur Eröffnung am 16. November nicht alle Patenschaften vergeben sein, ist eine Übernahme auch anschließend jederzeit möglich.

Marcel Giffey

Foto: Clemens Heidrich

 

0926 TfN Gleitz 195 3

Das Singspiel "Im weißen Rössl" findet aufgrund des Umbaus des Theaters vom 20. September bis 19. Oktober in Halle 39 statt. Die Vorstellung am Samstag, den 5.10. wird vom Gleitz Verlag präsentiert.

 
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