„Von der Schachtarena in die europäische Königsklasse“
Hochkarätiger Besuch beim Netzwerk „Unternehmer vor Ort e. V.“: Mit Sascha Kucera, dem Geschäftsführer und Manager der Helios GRIZZLYS, strömte diesmal echtes Champions-League-Flair durch das jüngste Treffen in Sottrum.
Erfahrungsaustausch als Erfolgsrezept
Gegenseitiger Austausch und Wissenstransfer stehen bei der Unternehmervereinigung seit jeher an oberster Stelle. Um frische Impulse aus der Praxis zu erhalten, lädt das Netzwerk regelmäßig hochkarätige Referenten ein.
Die Idee zum Verein entstand bereits 2011, als sich fünf Unternehmer aus der Region zu einem gemütlichen Stammtisch trafen. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und neue Partnerschaften geschlossen. 2012 waren es dann bereits 17 Firmen, die sich trafen, und es wurde beschlossen, den Verein „Unternehmer vor Ort e. V.“ zu gründen – was dann auch geschah.
Gemeinsam für die Region
Der Verein will dabei die Wirtschaftsstandorte Schellerten, Söhlde und Holle voranbringen und stärken. Dass es sich dabei um eine wichtige Aufgabe handelt, erkannten auch die Gemeindebürgermeister dieser Kommunen, Fabian von Berg, René Marienfeldt und Falk-Olaf Hoppe. Sie waren ausnahmslos beim letzten Treffen in Sottrum anwesend.
Der Verein steht weiteren Mitgliedern selbstverständlich offen und würde sich über neue Partner freuen, denn durch die Vernetzung fällt es leichter, Kontakte zu knüpfen, sich gegenseitig bei Problemen zu unterstützen und Kooperationen einzugehen.
Vom regionalen Netzwerk zum Bundesliga-Volleyball
Ein wichtiger Gedanke des Netzwerkes ist, dass man voneinander profitiert und lernt.
Aus diesem Grund hießen Holles Gemeindebürgermeister Falk-Olaf Hoppe und der erste Vorsitzende Alfred Engelke nach ihren Begrüßungen der Anwesenden Sascha Kucera willkommen, den Geschäftsführer und Manager der Helios GRIZZLYS Giesen.
Die Volleyballer zählen zu den besten Mannschaften Deutschlands und spielen seit 2018 ununterbrochen in der 1. Bundesliga. Dieser Erfolg war geplant, auch wenn zunächst nur wenige daran glaubten.
2016 gründete Kucera gemeinsam mit Ulrich Nordmann, Konrad Nave und Dr. Stefan Rössig die Giesen GRIZZLYS Sport- und Eventmanagement GmbH und wurde deren Geschäftsführer.
Eine Erfolgsgeschichte nimmt Fahrt auf
Aufgabe und Ziel war es, Vermarktung und Spielbetrieb der Mannschaft zu übernehmen und professionelle Strukturen für einen Aufstieg zu schaffen. Ganz bewusst wurde daran gearbeitet, mit den GRIZZLYS eine Marke zu erschaffen. Es entstand u. a. ein Logo und mit dem Bären Siggi ein Maskottchen.
Die ersten Jahre waren durchaus steinig und schwer. Die Zuschauerzahlen gingen nur schleppend nach oben. Wenn 800 Zuschauer in der Halle waren, dann waren zuvor manches Mal reichlich Freikarten verteilt worden.
Mittlerweile haben die GRIZZLYS im Schnitt 1.800 zahlende Zuschauer, berichtet Sascha Kucera stolz, der einst selbst sehr erfolgreich Volleyball spielte. Je höher die Spielklasse, desto höher jedoch die Anforderungen an das Umfeld und die Spielstätten. Deshalb zog man 2018 von der Giesener Schachtarena in die Sparkassen-Arena nach Hildesheim um.
„Sportlicher Erfolg macht irgendwie auch sexy. Deshalb fallen Dinge leichter und die Hindernisse werden weniger“, sagt Sascha Kucera.
Familiäre Atmosphäre trotz Professionalität
Mittlerweile verwechselt niemand mehr die Volleyballer mit den Handballern. Sie sind ganz oben angekommen – sportlich, aber auch im begleitenden Umfeld: Hatte der Verein bei Instagram unter @heliosGRIZZLYS vor sechs Jahren noch 2.700 Follower, sind es jetzt 12.600.
In der Saison 24/25 starteten die Volleyballer zum ersten Mal in der Champions League. Beim haushohen Favoriten Fenerbahçe Istanbul konnten sie sogar gewinnen. „Es war gar nicht so einfach, Dosenbier und Zigarren nachts in Istanbul zu beschaffen, damit wir den Sieg feiern konnten“, sagt Kucera lachend.
Obwohl der Verein mittlerweile hochprofessionell organisiert ist, soll das Familiäre auf jeden Fall bewahrt bleiben. „Wir stehen mit beiden Beinen auf dem Boden. Der Verein und die Begeisterung dafür leben von der Nähe zwischen Fans und Spielern. Wir sind ein Verein zum Anfassen“, führt der Manager und Geschäftsführer weiter aus. Damit sich alle Anwesenden selbst davon überzeugen können, lädt er diese zu einem Spiel der GRIZZLYS ein. Er verspricht ein echtes Event und Spektakel. Nicht nur sportlich wird den Zuschauern etwas geboten, sondern auch vor und nach dem Spiel gibt es jede Menge Unterhaltung und Attraktionen für alle Altersgruppen.
Am Ende hatten die versammelten Unternehmerinnen und Unternehmer Gelegenheit, Sascha Kucera Fragen zu stellen. Gefragt nach seinen Wünschen und Zielen wusste der Geschäftsführer sofort zu antworten: Ein Titelgewinn wäre toll, und in der Geschäftsführung will man weiterhin nachhaltig wirtschaften, damit das Unternehmen der GRIZZLYS auch zukünftig auf stabilen Füßen steht. Von der Stadt Hildesheim würde er sich mehr Unterstützung wünschen, denn miteinander erreicht man mehr und man kann sich gegenseitig unterstützen und befruchten.
Nähere Infos zum Netzwerk der Unternehmerinnen und Unternehmer findet man unter www.unternehmer-vor-ort.de. Unter homeofGRIZZLYS.de kommt man zu den Volleyballern und dort kann man auch Tickets für die Spiele buchen.
Text und Fotos: Axel Steiner
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