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Einsatz im Nationalpark für den Feuerwehrzug aus Diekholzen

Kameraden der Feuerwehr des Diekholzener Zuges
Kameraden der Feuerwehr des Diekholzener Zuges

Eine groß angelegte Zweitagesübung der Feuerwehrbereitschaft 3 des Landkreises Hildesheim wurde zur Zufriedenheit aller Führungskräfte abgearbeitet. 

An einem Samstag um 8 Uhr meldete sich die Bereitschaft (Feuerwehren der Stadt Bad Salzdetfurth, Gemeinde Diekholzen, Gemeinde Holle und Ortsfeuerwehr Bockenem), die Drohneneinheit des ABC-Zuges und ein RTW des ASB einsatzbereit auf dem Sammelplatz in Wehrstedt. Zunächst wurde im Verband zum Gymnasium nach Herzberg verlegt. Dort angekommen, entluden die Einsatzkräfte ihre Privatsachen zur Übernachtung aus den Einsatzfahrzeugen und gingen in die Bereitstellung.

Die Zugführer wurden vom Abschnittsleiter Christian Wille (LK Göttingen) und seinem Team, welches die Übungen an diesem Wochenende vorbereitet hatten, in die erste Lage eingewiesen. Feuer in der Hanskühnenburg (811m über Null) mit Menschenleben in Gefahr. Das Feuer breitete sich auf den Nationalpark aus. Bereitschaftsführer Patrick Würfel sowie Brandschutzabschnittsleiter Matthias Bellgardt machten sich mit ihren Einheiten auf den Weg ins Schadensgebiet.

Dort galt es zunächst mehrere vermisste Personen aus dem Turm der Burg unter Atemschutz zu retten und zu betreuen. 
Parallel dazu wurde die Wasserversorgung aus einer sogenannten Blase (100m³ werden im Park für derartige Zwecke vorgehalten) über eine Strecke von 2000m und einem Höhenunterschied von 380m an den Brandherd gefördert. Der zusammengestellte Wassertransportzug hatte die Aufgabe, das benötigte Wasser für die Blase aus einer entfernten Wasserentnahmestelle heranzufahren. Eine weitere Herausforderung war eine Gruppe von Wanderern, die teilweise von einem Gebirgsvorsprung abgestürzt und gerettet werden musste. Ein Zug der FB kümmerte sich um die patientengerechte Rettung aus der Höhe.

Somit war der erste Tag zur Zufriedenheit aller Einsatzkräfte abgearbeitet und das Übernachtungslager, welches durch den Versorgungszug im Gymnasium Herzberg errichtet wurde, angefahren. Mit einem durch den Vers.-Zug vorbereiteten leckeren Grillbüfett wurde ein kameradschaftlicher Abend bei bestem Wetter eingeläutet. 

Brandbekämpfung am Schloss

Der Sonntag begann mit einem reichhaltigen Frühstück. Nach der Lageeinweisung ging es zum Schloss Herzberg. Ein Feuer in dem darunterliegenden Bauhof breitete sich rasend schnell durch den Wald in Richtung Schloss aus. Ein Gebäudeteil hatte bereits durch Funkenflug Feuer gefangen und Besuchern wurde dadurch der Rückweg ins Freie abgeschnitten. Die einzelnen Züge wurden zur Wasserförderung über 600m, zum Aufbau einer Riegelstellung zur Sicherung des Schlosses sowie zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingeteilt. 

Auch dieses Szenario wurde unter den wachsamen Augen der Führungskräfte zur Zufriedenheit abgearbeitet. Nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge durch unsere FTZ, wurde die Heimreise angetreten. Bellgardt und Würfel bedankten sich bei den für die Vorbereitung zuständigen Kameradinnen und Kameraden aus Herzberg, bei der Schulleitung für die Übernachtungsmöglichkeit und bei den Einsatzkräften ihrer Feuerwehrbereitschaft für die professionelle Abarbeitung der übertragenden Szenarien. 

Da es aufgrund der Neuaufstellung der Feuerwehrbereitschaften im Land Niedersachsen die letzte Zweitagesübung in dieser Zusammenstellung gewesen ist, wurde vor dem Schlossbogen noch ein Gruppenfoto gemacht. Gegen 15 Uhr waren alle Einsatzkräfte wieder in ihren Standorten und konnten den Restsonntag noch mit ihren Familien begehen. Das ist Ehrenamt.

Autor: Matthias Bellgardt, Brandschutzabschnittsleiter Ost

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