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Wendeburger Wanderfreunde auf Stempeltour bei Königshütte

Wendeburger Wanderfreunde am Königshütter Wasserfall
Wendeburger Wanderfreunde am Königshütter Wasserfall

Auf den meisten Wanderwegen im Harz geht es bergauf und bergab. Ebene Strecken findet man nur auf den Hochebenen bei Clausthal-Zellerfeld oder Hasselfelde, in den Tälern oder bei den Stauseen. Zu solch einer Wanderung rund um die Königshütter Talsperre, wo die Bode aufgestaut ist, starteten die Wendeburger Wanderfreunde Mitte Juli. 

Der kleine Ort Königshütte liegt in Sachsen-Anhalt zwischen Braunlage und Hasselfelde. Zunächst steuerten die Wendeburger den künstlich errichteten Königshütter Wasserfall an. Einen Stempelabdruck im Wanderpass und dann ging es weiter zum Parkplatz am anderen Ende des Ortes. Für den Aufstieg zur Ruine Königsburg waren alle bereit, bot sich von hier doch eine hübsche Aussicht sowie eine weitere Stempelstelle. 

Zurück im Tal ging es an der Bode entlang. Dieses Wegstück ist auch identisch mit dem rund 100 km langen Hexenstieg, der von Osterode nach Thale führt. An der Markierung entdeckte man auch, dass man sich nun auf dem Pilgerweg Via Romea befindet. Abt Albert aus Stade pilgerte hier im Jahr 1236 in 94 Etappen auf einer 2200 km langen Route nach Rom. Er wollte vom Papst eine strengere Klosterform erwirken, was ihm aber verwehrt wurde. Daraufhin legte der Abt sein Amt nieder und widmete sich einer detaillierten Reisebeschreibung, die bis heute erhalten blieb. Dieser Pilgerweg führt auch durch Wendeburg.

Die Wanderfreunde erreichten bald den Stausee und danach die Staumauer Trogfurther Brücke, wo eine verdiente Pause eingelegt wurde. Im Mittelalter gab es hier eine Furt durch die Bode, und ab 1740 eine Steinbrücke. Diese wurde zu Kriegsende 1945 gesprengt, erst später entstand die  Staumauer. Das Wasser der Talsperre wird in einem Stollen zur Rappbodetalsperre geleitet. 

Bequem ging es nun auf der Nordseite des Stausees zurück. Da kaum Bäume den Weg säumten, passte das kühle, bewölkte Wetter bestens zum Wandern. Bald kamen die ersten Häuser in Sicht, und über einen Wiesenweg, vorbei am Zusammenfluss der Kalten mit der Warmen Bode, ging es zum Parkplatz.

Nicht weit war die Fahrt nach Trautenstein, wo im Kaminzimmer vom Cafe Dammbachtal Kaffee und Kuchen bereit standen. Dank an Norbert. Zwei kurze Zugaben in der Nähe wurden noch mitgenommen: Die von Wiesen und Wäldern umgebene Grüntalhütte und das Rote Sofa bei Benneckenstein. Über Hohegeiß, die B 4 und Braunlage ging es zurück nach Wendeburg. Im August ist die nächste Gruppenwanderung zur Lageswarte bei Hahausen geplant.                  

Winfried Rasp

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