Mit kriminellen Geschichten durchs Leben
Joachim und Annegret Strohbach aus Nettlingen feierten ihre diamantene Hochzeit.
Seit dem er im Jahr 2006 Rentner wurde, schreibt er regelmäßig spanende Geschichten und kriminelle Handlungen im heimatlichen Umfeld mit Abstechern auf die Kanarischen Inseln, wo sie regelmäßig Urlaub gemacht haben. Da musste seine Frau im Text auch schon mal als „Motiv“ herhalten. Inzwischen hat der Hobbyautor bereits vier über 250 seitige Kriminalromane und ein weiteres Buch mit der Überschrift „Die Abrechnung“ geschrieben.
Vor gut einem Jahr kam dann „Opa Achim erzähl mal“ dazu. Zurzeit schreibt er die Fortsetzung „....erzähl mal weiter“.
In dem neuen Buch wird „Meine Bundeswehrzeit“ einen größeren Platz einnehmen. Mehr wird nicht hier verraten. So ganz nebenbei hat der eigenständige Autor 28 spannende Kurzgeschichten geschrieben.
In ihrem Leben sind sie beide regelmäßig gemeinsam in Urlaub gefahren. Im Jahr 2020 starte aber die letzte große Fahrt von Joachim und Annegret Strohbach aus Nettlingen, Am Park 3, für mehrere Tage zu einer Fahrt mit einem Schiff auf dem Rhein.
Am 7. Juli, feierten Joachim und Annegret Strohbach das Fest der diamantenen Hochzeit.
Joachim Strohbach wurde am 19. Oktober 1942 in Bad Gandersheim geboren, wo er die Volks- und Realschule besuchte.
Nach einer Einzelhandel-Kaufmanns Lehre leistete er seinen Dienst bei der Bundeswehr in Braunschweig ab.
Danach kam er durch Vermittlung seines Vaters zum Textilwerk Herbert Reichel nach Rheinberg und arbeitete sich zum Team- und Gebietsleiter hoch.
Nach einem Abendstudium in der Betriebswirtschafts-Akademie Duisburg war er später Teamleiter im Girmes Konzern in Krefeld, bevor er Geschäftsführer bei der Firma Deko-Textil in Hildesheim wurde.
Ab 1987 wechselte er dann bis zum Renteneinstieg als Produktmanager zum EinzA Konzern und Leiter des Einkaufsverbandes für Bodenbeläge nach Hannover. Nach einer schweren Burn-out Erkrankung begann er dann sein Belletristik-Studium in Hamburg und begann danach mit dem Schreiben.
Seine vielen Ehrenämter hat er inzwischen niedergelegt. 26 Jahre war er Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes in Nettlingen und war viele Jahre im Ortsrat Nettlingen und Gemeinderat Söhlde vertreten.
Auch im TuS Nettlingen hat er zwölf Jahre als Jugendleiter oder Trainer gewirkt.
„Meine beste Leistung war die Gründung des Fördervereins für die Söhlder Bäder zusammen mit den Herren Klaus Gryschka, Axel Kaune, Wilhelm und Heinrich Loges“, sagt er mit etwas Stolz.
Annegret Strohbach wurde am 10. Oktober 1946 in Rheinberg geboren, wo sie die Volksschule besuchte und den Beruf als technische Zeichnerin erlernte.
Dann arbeitete sie erst im Maschinenbau, dann bei einem Architekten und später im Planungsamt der Stadt Kamp-Lintfort.
Kennen gelernt haben sie sich im Jahr 1964 bei einer Feier am Tag vor Buß- und Bettag bei ihrem Bruder, der mit ihrem späteren Mann Schach spielte.
Dabei versteckte er ihre Brille, die er am nächsten Tag wieder im Haus der Eltern, Steuerberater Josef und Anneliese Plog, in der alten Rheinstraße ablieferte. Hier musste er eine Prüfung vor der Mutter ablegen; mit Folgen – denn am 7. Juli 1966 war Hochzeit in der St. Peter Kirche in Rheinberg.
Berufsbedingt folgte ein Umzug nach Nettlingen; im Jahr 1982 kauften sie sich das Haus Am Park 3, wo sie bis heute wohnen.
Zu Annegrets liebsten Hobbys zählte das Schwimmen in Söhlde, lange Spaziergänge, die eigene Sauna und der große Garten mit hohen Bäumen neben dem Park, wo jetzt aber der automatische Rasenmäher die Arbeit erledigt.
„In der fast endlosen Zeit seit der Hochzeit war meine Frau immer lieb, nett und freundlich zu mir, aber gradlinig und mit viel Toleranz und Durchsetzungsvermögen in allen Lebenslagen“, sagt Joachim mit einem kleinen Lächeln.
Gefeiert wurde am Jubeltag mit Familie und Freunden im eigenen Haus. Dann ist auch der Sohn Uwe mit Frau und den zwei Enkelkindern Maria und Marc mit Ehefrau Pia mit dabei.
Text und Foto: Hans-Theo Wiechens
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