Durch das Spalier der Cheerleader liefen beide Teams ins Rottenstadion ein.

Weisweiler Elf gewinnt 4:2 gegen tapfer kämpfende VfBer

14.05.22 Dieses herausragende und ganz besondere Fußballspiel wird jedem der 556 Gäste in allerbester Erinnerung verbleiben. Was der Jubiläumsverein VfB Oedelum um die Anlage herum und auf dem Spielfeld ablieferte, war allererste Sahne, genügte allerhöchsten Ansprüchen. Organisatorisch wie sportlich. Und auch die mit feinen Kabinettstückchen nicht geizende Weisweiler-Elf aus Mönchengladbach zeigte ihr bestes Gesicht, praktizierte im wahrsten Sinne des Wortes Werbung für die schönste Nebensache der Welt.

 

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Vor dem Anpfiff stellten sich beide Teams mit den Einlaufkindern zum Erinnerungsfoto.

 

Die fußballerische Krönung behielt sich allerdings der Gastgeber bis zur sprichwörtlichen letzten Sekunde vor. Dieses Happyend hätte sich kein Drehbuchschreiber so zu erfinden gewagt. Jan-Patrick Algermissen fasste sich in der 81. Minute ein Herz, zog von der Mittellinie ab und überwand Gladbachs Keeper Jörg Kässmann mit einem Hammer-Heber zum 2:4 Endstand. Danach war der Jubel nicht mehr aufzuhalten.

Die Oedelumer Akteure stürmten den Platz, begruben ihren Helden unter sich und hörten fortan nicht mehr auf zu feiern (Die dritte Halbzeit soll dann auch entsprechend furios gewesen sein). Ausgerechnet Algermissen, der kurz vor dem Spiel eine Auszeichnung für 400 Spiele im VfB-Trikot von Vereinsboss Maik Rohne entgegennehmen konnte. Und auch der 1:3 Anschlusstreffer in der 45. Minute ging schon auf sein Konto.

 

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Zu Beginn der Partie setzte sich Steffen Harenberg energisch gegen Gladbachs Abwehrchef Jamal El Khattouti durch. Torhüter Jörg Kässmann konnte jedoch mit einer starken Parade die Führung für den VfB gerade noch verhindern.

 

Zwischen Anpfiff und Höhepunkt des Spiels lagen 80 anspruchsvolle Minuten, in denen die Oedelumer Auswahl sehr zu überzeugen wusste und so klangvollen Namen wie Karlheinz Pflipsen, Martin Schneider, Bachirou Salaou, Peter Wynhoff, Thomas Kastenmaier oder Ex Hannover 96-Trainer Jan Zimmermann über weite Strecken Paroli bot.

Nach rund 10 Minuten zeigte VfB Torhüter Marcel Fricke zum ersten Mal sein immer noch immenses Können, das er in schöner Regelmäßigkeit immer wieder aufblitzen ließ und quasi im Fünfminutentakt die Gäste fast zur Verzweiflung trieb. Auf der Gegenseite war es der bestens aufgelegte Steffen Harenberg, der in der 11. Spielminute fast das Führungstor für die Schwarz-Weißen erzielte; - doch auch Jörg Kässmann hechtete wie in alten Zeiten. Spektakuläre artistische Einlagen der Sonderklasse gab es zu bestaunen.

 

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Hier geht's zum Highlight-Video.

 

Wie Stefan Bohnenpoll in der 12. Minute das lederne Rund mit dem Kopf noch von der Linie kratzte, gehörte zu den grandiosen Höhepunkten dieses fairen und anspruchsvollen Vergleichs, der nie Langeweile aufkommen ließ.

In der 14. Minute klingelte es dann zum ersten Mal im Oedelumer Kasten. Aus der Drehung netzte Blerim Rrustemi unhaltbar ein. Pfostenschüsse, Lattenkopfball, Paraden, heiß umkämpfte Aktionen auf beiden Seiten. Das Spielgeschehen wogte hin und her. Erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit war es Valandi Anagnostou, der auf Zuspiel von Karlheinz Pflipsen (der immer noch einen Körper hat, wie in Stein gemeißelt) in die Maschen traf.

Erschien dem neutralen Betrachter das 0:2 aus Oedelumer Sicht schon mehr als ehrenhaft, so kam dann das 2:4 Endergebnis erst recht einer Auszeichnung gleich. Das 0:3 blieb dem Ex-Hannover 96-Trainer Jan Zimmermann in der 42. Minute vorbehalten und das 1:4 ging auf das Konto von Jacques Gourmai. Beide Treffer der Weisweiler-Elf waren nicht zu verhindern, wobei der für die 2. Halbzeit für Marcel Fricke eingewechselte Dimitri Tschapalla eine tadellose Partie abzuliefern wusste.

 

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Der ehemalige togolesische Nationalspieler und Gladbacher Publikumsliebling Bachirou Salou beschäftigt in dieser Szene gleich vier Oedelumer Spieler.

 

Die Einstellung des VfB-Teams lässt sich sehr gut an einer Randszene des Spielgeschehens am besten ablesen. In der 22. Minute ging Jan-Patrick Algermissen nach einem unbeabsichtigten Foul zu Boden. „He, aufstehn, - keine Schmerzen“, hallte es ihm aus 50 Metern Entfernung von Marcel Fricke entgegen. Das erinnerte schon sehr an eine sagenumwobene Szene aus einem der Rocky-Filme mit Silvester Stallone.

VfB Oedelum: Marcel Fricke, Dimitri Tschapalla (beide Tor), Sven Wilke, Patrick Fricke, Christoph Schösser, Björn Rapmund, Stefan Bohnenpoll, Jan-Patrick Algermissen, Stefan Rudolph, Jan-Berend Wittenberg, Simon Reulecke, Maik Wulf, Steffen Harenberg, Sascha Harenberg, André Fricke, Robert Wildner, Sascha Manig, Michael Kupke, Trainer: Michael Walter, Betreuer: Rudi Haak, Christian Bunzel.

Weisweiler Elf: Jörg Kässmann (Tor), Jamal El Khattouti, Bachirou Salou, Valandi Anagnostou, Blerim Rrustemi, Peter Wynhoff, Orhan Özkaya, Thomas Kastenmaier, Jan Zimmermann, Karlheinz Pflipsen, Martin Schneider, Dennis Puhl, Jacques Gourmai

Schiedsrichter: Florian Deckwert (VfB Oedelum), Nancy Ibe-Manchen (SV Heinde), Miguel Rey-Lamas (TuS Hasede)

Tore: 0:1 Rrustemi (13.), 0:2 Anagnostou (33.), 0:3 Zimmermann (42.), 1:3 Algermissen (45.), 1:4 Gourmai (71.), 2:4 Algermissen (80.)

 

Stimmen zur Veranstaltung

 „Ein ganz großes Lob an die vielen Helfer, die alle einen tollen Job gemacht haben“

Schellertens Bürgermeister Fabian von Berg: „Ich kann mich nur beim VfB Oedelum und seinen ehrenamtlichen Helfern sowie beim Gleitz Verlag bedanken. Eine tolle Veranstaltung bei tollem Wetter. Die Versorgung der fast 600 Gäste hat einwandfrei geklappt. Besonders die Akteure auf dem Platz haben diesen Tag zu einem besonderen Ereignis gemacht. Die bekannten Personen der Weisweiler Elf aber auch die Größen auf Seiten der Heimmannschaft. Ich freue mich schon auf das nächste Event mit der Firma Gleitz in der Gemeinde Schellerten.“

Maik Rohne, 1. Vorsitzender des VfB Oedelum: „ Wir sind mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Ein ganz großes Lob an die vielen Helfer, die alle einen tollen Job gemacht haben. Auch den Sponsoren sowie dem Gleitz Verlag ein großes Dankeschön. Ohne diese Unterstützung wäre solch ein Event nicht möglich. Ein Kompliment auch an die Weisweiler-Elf, die sich sehr fannah präsentierte. Es war sehr schön, die alten Weggefährten wieder zu sehen. Es ist bemerkenswert, was da noch für eine Kondition vorhanden ist, insbesondere in der dritten Halbzeit. Es hat uns allen sehr viel Spaß bereitet.“

Michael Walter, ehemaliger Spielertrainer des VfB: „Das war eine supercoole Fußball-sause. Unser Team hat sich ganz stark geschlagen und beeindruckend präsentiert.“

Markus Brinkmann, Landtagsabgeordneter: „Ein rundum gelungenes Fußballfest mit sehr klangvollen Namen, die die Herzen jedes Fußballfans höher schlagen lassen. Toll das Engagement der Ehrenamtlichen. Es war alles perfekt in Szene gesetzt. Von der Parkplatzlösung bis hin zu allen Abläufen. Außerdem kann man sich stets auf das gute Oedelumer Wetter verlassen.“

Jochen Willke, Harsumer Torwartlegende: „Man hatte das Gefühl, dass das ganze Dorf hinter dieser Veranstaltung steht. Perfekte Organisation. Alle mit Herzblut dabei. Ich war übrigens sehr angenehm überrascht, in was für einer immer noch bestechender Form sich mein Torwartkollege Marcel Fricke hier heute gezeigt hat.“

Gerhard Loges, ehemaliger VfB-Kicker und jahrzehntelanger Edelfan: „Eine sehr gelungene Veranstaltung. Toll, wie Oedelum sich dargestellt hat. Begeistert bin ich aber auch von unseren Gästen aus Mönchengladbach. Wie die Akteure der Weisweiler-Elf sich gegenüber den Fans verhalten haben, war einfach sensationell. Das war Werbung und feinste Imagepflege für den Traditionsverein Borussia Mönchengladbach und den Fußballsport als solchen.“

Oliver Kroll, Eventchef des Gleitz Verlages: „Nach der zweijährigen Corona-Pause war dies ein mehr als gelungener Auftakt für unsere kommende Eventsaison. Es ist unbeschreiblich schön, endlich wieder ohne Beschränkungen mit anderen Menschen zusammen kommen zu können. Dem VfB Oedelum und seinen Helferinnen und Helfern gebührt ein ganz großes Dankschön für die perfekte Ausrichtung. Hier sind alle mit Leidenschaft dabei. Dazu zählt auch die Freiwillige Feuerwehr Oedelum. Nicht vergessen möchte ich natürlich alle Sponsoren und Partner, die uns trotz der Verschiebung um zwei Jahre weiterhin treu geblieben sind.“

 

ehrungen vfb

In diesem besonders würdigen Rahmen fanden auch Ehrungen des Niedersächsischen Fußballverbandes für herausragendes Verdienste statt, die vom Schatzmeister des NFV Kreis Hildesheim, Werner Selzer (links), vorgenommen wurden. Die silberne Verdienstnadel des Niedersächsischen Fußballverbandes wurde an Andreas Bartels (zweiter von rechts) überreicht. Kreisnadeln des NFV-Kreisverbandes in Silber für ihre Verdienste um den Fußballsport gingen an Uwe Zwer, Maik Rohne, Stefan Bohnenpoll und Marcel Fricke (von links) sowie Stephan Loges, der urlaubsbedingt leider verhindert war.

 

ehrung algermissen

Vor dem Spiel ehrte Vorsitzender Maik Rohne den späteren Doppeltorschützen Jan-Patrick Algermissen für die stolze Zahl von 400 Spielen im VfB-Trikot.

 

Wynhoff Otto

Moderator Otto Pätzold, hier im Gespräch mit Gladbach-Legende Peter Wynhoff, streute immer wieder Insiderinformationen zu den Vereinen und den Akteuren ein. Er hatte sich wie immer akribisch auf dieses Event vorbereitet.

 

cheerleader

Eine tolle Show boten vor der Partie sowie in der Halbzeit die Phönix-Cheerleader des TSV Lesse.

 

autogramme

So wie hier Martin Schneider erfüllten alle Spieler der Weisweiler Elf geduldig alle Autogramm- und Fotowünsche.

 

tippspiel sieger

Bei einem Internetgewinnspiel musste die Gesamtzahl aller Spiele der auflaufenden VfB-Akteure geschätzt wurden. Die richtige Antwort lautete 6.398.Sascha Harenberg lag mit 6.401 unglaublich dicht dran und gewann ein Trikot der Gladbacher Borussia, das ihm Yannik Zwer und Oliver Kroll überreichten.

 

manig kaessmann

Bemerkenswert war der von Beginn an freundschaftliche Umgang der Spieler untereinander. Gladbach-Keeper Jörg Kässmann nahm das Traumtor von Jan-Patrick Algermissen mit Humor zur Kenntnis, auch wenn sich Oedelums Sascha Manig (rechts) einen kleinen Seitenhieb darauf nicht verkneifen konnte. Links Jan-Berend Wittenberg, der wie seine VfB-Teamkollegen bis zur letzten Minute fightete.

 

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Das Vorspiel bestritten die F-Jugendteams des VfB Oedelum und der SG Sorsum/Emmerke. Der VfB siegte mit 8:4. Die Tore für die Gastgeber erzielten Ben Strobusch, Leo Kunanz (3), Enno Vlekke, Joah Paul Strube (2) und Jaro Roddeck. Bei den Gästen trafen James Steven, Tom Kolmey, Paul Klawitter und Mats Wussow.

 

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Das Plakat zur Veranstaltung.

 

Die Veranstaltung wurde präsentiert von:
Hörner Sparkasse HGP Gleitz Verlag  
 

 

Mit freundlicher Unterstützung von:
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Veranstaltungstechnik:
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