Konrad Stöckel begeisterte mit seinen eindrucksvollen Experimenten und lieferte die naturwissenschaftlichen Erklärungen auf humorvolle Art und Weise gleich mit.

Unterhaltsame Show und effektreiche Live-Experimente mit Konrad Stöckel im ausverkauften Audimax

04.02.20| Hildesheim. Eigentlich widerspricht es ja aller Vernunft: Dichter Rauch breitet sich aus, doch die mehr als 500 Zuschauer im ausverkauften Hildesheimer Audimax bleiben vollkommen gelassen. Selbst die ohrenbetäubenden Explosionen und eine meterhohe Feuersäule scheinen niemanden in den gemütlichen Polstersesseln ernsthaft zu beunruhigen. Ganz im Gegenteil: Gerade Absurditäten wie diese dürften es gewesen sein, wegen denen das Publikum erschienen ist. Denn wo sonst Studenten Vorlesungen hören, gastierte nun der bekannte Comedian, Zauber- und Unterhaltungskünstler Konrad Stöckel – und begeisterte Jung und Alt mit seiner rasant-effektreichen Show „Wenn’s stinkt und kracht, ist’s Wissenschaft“.

fotogalerieÜberhaupt ist Vernunft nicht gerade eine Stärke der Bühnenfigur Konrad Stöckel. Anders lässt es sich wohl kaum erklären, dass der Hamburger beispielsweise Weltrekorde für die meisten Wäscheklammern im Gesicht oder Steine auf dem Kopf zerschlagen aufstellte. Als verrückt-liebenswerter Professor ist der 41-Jährige nicht zuletzt durch zahlreiche TV-Auftritte bekannt. Gerade die jüngere Generation kennt den Entertainer mit seiner wirren Haarpracht aus der Comedy-Quizshow „Luke! Die Schule und ich“ bei SAT.1. So waren es auch in Hildesheim viele Familien mit Kindern, die der 41-Jährige mit kurzweiligen Experimenten und humoristischer Wissenschaftsunterhaltung begeisterte.

 

stoeckel konfetti

Stimmung! Konrad Stöckel bedachte seine Bühnengäste, so wie hier seinen „Kollegen“ Henri, stets mit üppigen Konfetti-Duschen.

 

Brandschutzerziehung nach Stöckel-Art

Was löscht in einem Feuerlöscher überhaupt? Lebensnahe Fragen wie diese durchzogen das Programm von Konrad Stöckel wie ein roter Faden. Anstelle langweiliger Erläuterungen setzte er allerdings auf fulminante Versuche, bezog dabei sein Publikum immer wieder ein. Wasser, Schaum oder Gas vermuteten die motivierten jungen Zuschauer im Feuerlöscher und riefen ihre Antworten gen Bühne. „Hier drin ist Kohlenstoffdioxid, das kennt ihr alle wahrscheinlich unter dem Namen Kohlensäure“, löste Stöckel das Rätsel mit seiner markant-kehligen Stimme. „Und das ist darin so komprimiert, dass es wie ein Kälteschock rauskommt.“

 

stoeckel publikum

Über 500 Besucher wurden bestens unterhalten.

 

Ganz nach Stöckel-Art testete der Entertainer das Gerät und ließ sein Publikum an der Kältewirkung teilhaben: Kurzerhand verließ er die Bühne und sorgte mit nebelreichen Löschangriffen auf seine Zuschauer für lautstarkes Gelächter.

Explosionen à la Rammstein

Doch auch die Wirkungen des Feuers selbst kamen in der rund 90-minütigen Show nicht zu kurz. So wagte sich etwa der junge Zuschauer Henri auf die Bühne und erlebte hautnah, wie sich eine „Propanmamba“ aus gasgefüllten Seifenblasen auf seiner Handfläche entzündete. „Propan ist wie Kohlenstoffdioxid ein Gas, wirkt aber andersrum“, erklärte Konrad Stöckel, „es macht das Feuer nicht aus, sondern verbrennt.“ Dank mit Wasser benetzter Hand war das Experiment für Henri ungefährlich.

 

stoeckel nebel

Wo ist er denn? Der Künstler und anschließend auch ein großer Teil des Publikums verschwinden vorübergehend im dichten Nebel.

 

Ähnlich unscheinbar startete ein Ausflug in die Pyrotechnik. Nichts weiter als ein Glas voller Blütenstaub präsentierte Konrad Stöckel seinem Publikum, an sich harmlos. Durch einen präparierten Trichter in eine Kerzenflamme geblasen, zeigten die Sporen aber ihre explosive Wirkung als eindrucksvolles Feuergebilde. „Die Hälfte der Jahresproduktion von diesen Bärlappsporen kauft die deutsche Band Rammstein für ihre Pyrotechnik“, verriet der Unterhaltungskünstler nebenbei, um gleich darauf zu scherzen: „Kleiner Tipp aber für zuhause: Abfackeln ist keine Alternative zum Abstauben.“

Luftdruck als Hilfe und Gefahr

Mithilfe der jungen Zuschauerin Marie demonstrierte Konrad Stöckel den so genannten Bernoulli-Effekt. Unter lautstarker Unterstützung des Publikums begann das Mädchen, einen langen Müllsack aufzupusten – bis Konrad Stöckel seine Helferin unterbrach: „Ich habe ja keinen Bock, dass Du hyperventilierst und mir gleich von der Bühne kippst“, lachte der Entertainer. Kurzerhand versuchte er selbst sein Glück, den Mund allerdings mehrere Handlängen von der Öffnung entfernt. Schon ein heftiges Ausatmen genügte, ehe der Müllsack zum Erstaunen der Zuschauer prall gefüllt war – und Konrad Stöckel mit seinem charakteristischem „Jawoll!“-Ruf jubelte. „Der Wissenschaftler Bernoulli hat herausgefunden, dass beschleunigte Luft einen niedrigeren Luftdruck hat, als die Luft drumherum“, erklärte der Hamburger das Phänomen. Aus diesem Grund habe sein Pusten aus der Entfernung dafür gesorgt, dass die umgebende Luft automatisch mit in den Müllsack gelangte.
Welche Gefahr andererseits von so genannten Kreiselströmungen der Luft ausgehen können, zeigte Stöckel mit einem selbstgebauten Luftverwirbler. Brannte die Flamme in einer Feuerschale anfangs nur wenige Zentimeter hoch, entwickelte sie sich durch eine Drehung zu einem Feuertornado von mehr als zwei Metern Höhe. „Das Feuer wird also gefährlicher, wenn noch Wind dazukommt oder die Luft von zwei Seiten gezogen wird“, so Konrad Stöckel mit Verweis auf Waldbrände.
Temporeich und doch auch für die jungen Zuschauer gut verständlich, amüsant und trotzdem lehrreich – auf diese Formel lässt sich die Show „Wenn’s stinkt und kracht, ist’s Wissenschaft“ bringen. Perfekt verstand es Konrad Stöckel in Hildesheim, seine eigene Begeisterung für die Naturwissenschaften auf das Publikum zu übertragen.

"Stimmung!“ mit viel Konfetti

Sicher half ihm dabei einerseits sein komödiantisches Talent, zu dem untrennbar auch seine mitunter amüsante Mimik sowie die typischen „Stimmung!“-Rufe mit viel Konfetti gehören. Andererseits gab er sich äußerst publikumsnah, servierte seinen Zuschauern in der Pause beispielsweise Himbeereis, das er zuvor blitzschnell mit Stickstoff selbst hergestellt hatte.
Mit einer gigantischen Stickstoff-Verpuffung und immenser Nebelentwicklung beendete Konrad Stöckel seinen ersten Auftritt in Hildesheim, dankbar für das hohe Interesse aus der Region. Doch auch nach der Show stand er für sein Publikum im Entrée bereit und erfüllte die zahlreichen Selfie- und Autogrammwünsche.

 

stoeckel fans

Große und kleine Fans nutzten anschließend die Gelegenheit zu einem Foto mit dem Comedian.

 

Marcel Giffey / Fotos: Clemens Heidrich

 

Konrad Stöckel wurde präsentiert von:
 Elna gleitz
 

 

Mit freundlicher Unterstützung von:
bokelmann ticketshopfuetterer kunnert einbecker
 
 
 
 Veranstaltungstechnik:
audiocoop  
 
 

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